Rückenschule

Die Rückenschmerzen müssen nicht sein. Sie beeinträchtigen die Lebensqualität ganz erheblich, und auch volkswirtschaftlich gesehen richten sie großen Schaden an.
Physiotherapeuten und Masseure haben eine Vielzahl von Übungen entwickelt, mit deren Hilfe die Muskulatur gestärkt und der Rücken wirkungsvoll unterstützt werden kann. Da es genügend Übungen gibt, kann sich jeder ein Programm mit seinen persönlichen Lieblingsübungen zusammenstellen.
Sportliche Aktivität fördert nicht nur die Funktion von Bändern und Muskeln, sie trägt auch dazu bei, das der Knochenstoffwechsel besser funktioniert. Knochenauf- und –abbau werden im Gleichgewicht gehalten.
Die Bandscheibe lebt von der Bewegung. Bei Entlastung nimmt sie Flüssigkeit und Nährstoffe auf. Bei Belastung wird Flüssigkeit aus ihr herausgepresst und Schlackenstoffe werden abtransportiert.

Rückenschmerzen sind in der Regel die Summe vieler kleiner Sünden des täglichen Lebens. Starres Sitzen am Computer, langes Stehen, Marathonautofahren, Gartenarbeit in gekrümmter Haltung, überhaupt jede einseitige Arbeitsbelastung – das alles trägt unweigerlich zum Verschleiß von Wirbelgelenken und Bandscheiben bei.
In Übungsanleitungen tauchen immer wieder Begriffe wie Stabilisation, Mobilisation, Dehnung, Kräftigung oder Körperwahrnehmung auf, deren Bedeutung vielfach nicht verstanden wird. Sie bilden jedoch die Eckpfeiler eines guten Trainingsprogramms und bezeichnen die verschiedenen Varianten, die ein optimales Muskeltraining ausmachen.

  • Stabilisation ist im Prinzip ebenfalls eine Kräftigung der Muskulatur in körpergerechter Haltung.
  • Übungen zur Mobilisation fördern die Beweglichkeit. Das erleichtert Ihnen viele Alltagsbewegungen, beugt Verletzungen des Muskel- und Bandapparates vor und verbessert Ihre sportlichen Möglichkeiten.
  • Die Dehnung der Muskulatur vergrößert den Bewegungsspielraum der Gelenke und reduziert die Verletzungsanfälligkeit.
  • Die Kräftigung der Muskulatur erhöht die Leistungsfähigkeit und trägt ganz wesentlich zur Entlastung des Stütz- und Bewegungsapparats bei.
  • Grundregeln für das Rückenschulprogramm

  • Beginnen Sie immer sanft, und steigern Sie die Trainingsdauer und –intensität nur langsam.
  • Atmen Sie ruhig und gleichmäßig. Atmen Sie bei Anspannung aus und während der Entspannung ein.
  • Brechen Sie Übungen, die Ihnen Schmerzen bereiten, sofort ab.
  • Alle ausgesuchten Übungen sollten zwischen fünfzehn- und zwanzig mal wiederholt werden.